Freiwillige gestaltet Escape-Room-Abenteuer

Frauen sind im IT-Bereich noch immer unterrepräsentiert. Damit sich daran etwas ändert und junge Menschen für die Herausforderungen der digitalen Zukunft sensibilisiert werden, hat sich Anna-Lena Kramer etwas ganz Besonderes überlegt: Gemeinsam mit den Medienpädagogen Steffen Griesinger und Katja Mayer vom Ludwigshafener Haus der Medienbildung entwickelt sie im Rahmen ihres digitalen Projekts im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ_digital) einen Escape Room zum Thema Algorithmen. Ihr Projekt wurde im Projektwettbewerb “Gemeinsam Neues schaffen” der BASF SE ausgezeichnet und finanziell unterstützt. Jetzt sucht die junge Projektleiterin Schulen, Jugendgruppen und Vereine, die das Angebot CODE BREAKERS ab Anfang August nutzen möchten.

Anna-Lena Kramer ist gerade 19 Jahre jung hat sich aber schon jetzt viel vorgenommen. Während andere nach dem Abitur in fremde Länder reisen, krempelt sie lieber die Ärmel hoch und packt im sozialen Bereich an. Daher hat sie im September 2017 ihren Freiwilligendienst (FSJ Kultur) im Haus der Medienbildung aufgenommen und unterstützt seitdem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrer Arbeit. Obwohl es für den Freiwilligendienst nur ein Taschengeld gibt, ist sie extra von ihrer Heimatstadt Soest nach Ludwigshafen gezogen und zeigte von Anfang an großen Einsatz. Im Rahmen ihres FSJ_digital konnte sie zum Ende ihrer FSJ-Zeit nun sogar die Projektleitung für das Projekt CODE BREAKERS übernehmen.

CODE BREAKERS – ein kostenloses Bildungsangebot für Schulen

Bei ihrem Projekt im Haus der Medienbildung greift Anna-Lena die Idee des Escape Room auf und versucht auf diese Weise einen spielerischen Zugang zum Thema Coding und Algorithmen zu schaffen. Normalerweise versuchen die Spielerinnen und Spieler eines Escape Rooms einen Raum zu verlassen. Beim Projekt CODE BREAKERS geht es darum, einen Code zu knacken und das Geheimnis des mysteriösen X-Algorithmus zu lüften, um die Menschheit vor ihrer größten Bedrohung zu retten.

Ein starkes Projektteam

Gemeinsam mit der Zukunftswerkstatt Girlspower Ludwigshafen der ZAB Frankenthal, der CoLab gGmBH aus Speyer und medien+bildung.com wurde das Projekt CODE BREAKERS auf die Beine gestellt und im März bereits von der BASF SE im Rahmen des Projektwettbewerbs “Gemeinsam Neues schaffen” ausgezeichnet und finanziell gefördert. Unterstützt wird Anna-Lena nun bei der Umsetzung von Fabian Abrath, einem Spezialisten für Rollenspiele, der vor einigen Jahren sein FSJ im Haus der Medienbildung gemacht hat. Steffen Griesinger leitet das hdm und unterstützt die junge Freiwillige bei der Organisation und die Bühnenbildnerin Cordula Böhringer von der Zukunftswerkstatt Girlspower der ZAB Frankenthal hilft bei der künstlerischen Gestaltung. Weitere Unterstützung gab es von Simon Langer, einem Studenten der SRH Heidelberg, und der IT-Abteilung der CoLab gGmbh, die mithalfen die Rätselspiele so zu gestalten, dass die Besucherinnen und Besucher einige Grundlagen der Informatik vermittelt bekommen.

Umsetzung nicht ohne Hindernisse

Das Projekt bereitet ihr manchmal schlaflose Nächte, gesteht die junge Projektleiterin. Denn bevor das Angebot im August starten kann, müssen noch einige Probleme gelöst werden. Der ideale Standort für CODE BREAKERS war zwar schnell in der Prinzregentenstraße 48 im Stadtteil Hemshof gefunden. In den Etagen oberhalb des Offenen Kanals und des Hauses der Medienbildung konnte eine leerstehende Wohnung angemietet werden, die inzwischen auch technisch auf ihren Einsatz als Escape Room vorbereitet ist.

Noch freie Plätze für Schulen, Vereine und Organisationen

„Da wir lange nicht wussten, ob das Projekt in den Räumen stattfinden kann, können wir erst jetzt mit der Werbung beginnen“ erklärt Anna-Lena Kramer. Jetzt hofft sie, dass das kostenlose Angebot doch noch von vielen Gruppen genutzt wird. Über die Emailadresse: fsjkultur-hdm@medienundbildung.com, können sich interessierte Schulklassen, Vereine und Organisationen anmelden. Der Escape Room steht ab 27. August vormittags von 10 bis 13 Uhr und nachmittags von 14 bis 17 Uhr zur Verfügung. „Aber im persönlichen Gespräch sind auch andere Uhrzeiten möglich“ verrät die junge Projektleiterin.