Safer Internet Day in Kaiserslautern

Der „Safer Internet Day ´10“ findet europaweit in mehr als 40 Ländern statt. In der „Alten Eintracht“ in Kaiserslautern wurde am Dienstag, 9. Februar 2010  aus diesem Anlass ab 19 Uhr eine kostenlose Informationsveranstaltung für Eltern angeboten. 

„Generation Online - Was machen unsere Kinder im Netz?“ lautet die Frage, der sich die Medienpädagogen Christine Zinn und Björn Friedrich (medien+bildung.com) widmen werden. Sie beschäftigen sich mit aktuellen medialen Entwicklungen und versuchen, interessierten Eltern Hinweise und Anregungen zu einer zeitgemäßen Medienerziehung zu geben. 

Im Anschluss wird Peter Sanner, Geschäftsführer der kinkon GmbH, die Plattform kinkon.de vorstellen, die Familien mit Kindern einen sicheren Surf- und Kommunikationsraum bietet. Er präsentiert zudem eine Initiative, in deren Rahmen den Schulen der Stadt durch Unterstützung von Sponsoren eine kostenfreie Nutzung des Portals ermöglicht wird. 

Der Elternabend ist kostenlos und findet am Dienstag, 9. Februar 2010 um 19:00 Uhr in der „Alten Eintracht“ (Unionstraße 2, Kaiserslautern) statt. Eltern, Lehrer und interessierte Bürger sind dazu herzlich eingeladen.
Unterstützt wird die Veranstaltung durch das MedienKompetenzNetzwerk (MKN) sowie durch die Stadt Kaiserslautern.

Elterntag in Lauterecken: "Das Internet vergisst nie"

Einen Info-Workshop zum Thema „Jugendmedienschutz im Internet“ bot medien+bildung.com am 19. Januar 2008 im Rahmen des Elterntags an der Hauptschule Lauterecken an. Die interessierten Eltern erhielten fachkundige Informationen zu virtuellen Kommunikationsformen und den damit verbundenen Risiken und Gefährdungen.

Kinder und Jugendliche bewegen sich heute wie selbstverständlich im Internet und haben auch den Schwerpunkt ihrer Kommunikation dorthin verlagert: Früher wurde von den Töchtern (und Söhnen) des Hauses stundenlang das Telefon beschlagnahmt, heute unterhält man sich per ICQ, MSN oder Skype, man trifft sich im Chatroom, im Intant Messenger oder im Social Network.
Viele Eltern wissen jedoch mit den zahlreichen Begriffen nichts Konkretes anzustellen: Was verbirgt sich eigentlich hinter all diesen Abkürzungen und Anglizismen? Kann man die Kinder denn bedenkenlos in diesen „böhmischen Dörfern“ verkehren lassen?

Katja Friedrich, Geschäftsführerin der medien+bildung.com, und Björn Friedrich, Medienpädagoge für m+b.com in Kaiserslautern, haben sich der Thematik angenommen. Beim „Tag der Offenen Tür“ der Hauptschule Lauterecken am 19. Januar 2008 stellten sie zunächst die unterschiedlichen Kommunikationsformen vor: Chatangebote wie knuddels.de und virtuelle Freundesnetzwerke wie Schüler-VZ oder wer-kennt-wen.de (bekannt als „Communities“ oder „Social Networks“) machten sie anhand einer Demo-Tour erfahrbar. Zudem erklärten sie die Funktionsweise eines „Instant Messengers“: Dahinter verbergen sich kostenlose Programme zur sofortigen Nachrichtenübermittlung an Freunde und Bekannte, die bekanntesten Angebote sind der „MSN Messenger“  und ICQ („I seek you“ – ich suche dich).

Problematisch an all diesen Angeboten ist, dass die Jugendlichen hier oftmals sehr viele persönliche Daten preisgeben, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. „Das Internet vergisst nie“ lautet eine Maxime, die allen Usern bewusst sein muss: Alle Angaben und Fotos, die einmal im Web veröffentlicht wurden, können nicht einfach wieder offline genommen werden, da sie auf diverse Server kopiert werden und somit auf Dauer im virtuellen Gedächtnis auffindbar sind.
Eine weitere potentielle Gefährdung ergibt sich durch die Kontaktmöglichkeiten: Sämtliche Benutzer eines Systems können untereinander kommunizieren, jedoch kann man sich nie sicher sein, wer sich hinter einem Synonym verbirgt. Zahlreich sind Berichte über Belästigung, die gelegentlich auch von der virtuellen in die reale Welt übergreifen können.

Den anwesenden Eltern rieten die MedienpädagogInnen, sich mit den Kommunikationskanälen ihrer Kinder zu beschäftigen und sich mit den Heranwachsenden über die Risiken zu unterhalten. Durch technische Einstellungen kann die Sicherheit geringfügig erhöht werden, jedoch gibt es keine wirklich zuverlässigen und sicheren technischen Filter. Der beste Schutz ist ein kompetenter, bewusster Umgang mit Medien.

Detaillierte Informationen zu diesem Thema finden sich unter www.klicksafe.de,
Tipps zum sicheren Chatten (die auch auf andere Kommunikationsformen übertragbar sind) enthält die Seite www.chatten-ohne-risiko.de.