Schüler/innen aus Ludwigshafen berichten über ihre MEET-Workshops

Von Oktober 2017 bis Januar 2018 nahmen Schüler/innen und Lehrkräfte der Ludwigshafener Schulen Ernst-Reuter-Realschule plus und der Berufsbildenden Schule Technik 1 aktiv am Projekt "MEET" teil. Im Rahmen des "Safer Internet Day 2018" am 6. Februar stellten die 10. Klasse der Ernst-Reuter Realschule plus und die 11. Klasse der BBS Technik 1 die Ergebnisse der Workshops zu Meinungsbildung und Vorurteilen, Propaganda und Gegenrede im Konferenzraum der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen vor.

Seit Ende Oktober 2017 testeten die Medienpädagogen Katja Mayer und Mario Di Carlo das Lernszenario "Wir sind alle verschieden - Meinungsbildung, Gruppenbildung und Dekonstruktion von Stereotypen" mit 23 Schülern einer 10. Klasse der Ernst Reuter Realschule plus und den Lehrer/innen Christian Bedersdorfer und Julia Schuster. Ab November folgte der Testlauf des Lernszenarios "Mit eigenen Worten - Propaganda aufdecken und eigene Statements formulieren" mit 27 Schülern der 11. Klasse der Berufsbildenden Schule Technik 1 und den Lehrern Ruth Ludwig und Magret Gerdes- Pfeiffer.

Die Schüler/innen beider Schulen berichteten positiv über die Lernformen in den Workshops. Die Arbeit in kleinen Gruppen wurde sehr gut angenommen. Die Teilnehmenden hatten großen Spaß und Lernerfolg beim kreativen Einsatz von Tablets für die Gestaltung von Comics und Videoclips. Die Schüler/innen waren beeindruckt von den gezeigten Filmen, zum Beispiel einem Clip der Comedians der "Rebel Comedy", der die Erfahrungen von Flüchtlingen in der Zeit des Dritten Reiches mit der Gegenwart vergleicht.

Die Teilnehmer/innen hielten es für wichtig, Vorurteile abzubauen und die Quellen von Informationen zu hinterfragen. Die Meinungen anderer und die Rechte von Minderheiten sollten respektiert werden. "Man kann nicht alles glauben, was man sieht, Bilder können manipuliert werden", sagte eine Teilnehmerin. "Ich sehe jetzt alles mit anderen Augen", urteilte ein anderer Teilnehmer.

Beide Schülergruppen hatten kreative, mutige, nachdenkliche Comics und Videoclips produziert, die auf der Veranstaltung gezeigt wurden. Sie waren skeptisch, ob sie ihre Medienprodukte in sozialen Medien veröffentlichen würden. "Kommt auf das Thema und die Zeit an", war eine Antwort. Viele der Jugendlichen haben Probleme mit der Idee, sich öffentlich gegen Fake News und Hate Speech zu äußern.