
check the web - Das Projekt:

Im Mittelpunkt unseres Projekts „check the web“ steht die facettenreiche Thematik "Jugendmedienschutz". Mit medienpädagogischen Projekttagen für Schüler/innen und begleitenden Veranstaltungen für Eltern und Lehrpersonal sollen neben den vielfältigen Chancen auch Risiken des Internet verdeutlicht werden. Die beteiligten Schüler/innen reflektieren ihr eigenes Mediennutzungsverhalten, werden für mögliche Gefährdungen sensibilisiert und über die oft unklare Rechtslage aufgeklärt. Dabei verfolgen wir den Ansatz, die Thematik nicht mit erhobenem pädagogischem Zeigefinger zu vermitteln, sondern mit den Jugendlichen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Die oft trockenen inhaltlichen Details werden hierzu in ansprechender Form aufgearbeitet, entweder in Form eines Blended-Learning-Kurses oder eines abwechslungsreichen „Offline-Projekttags“.
Die Ausgangslage, auf die man bei diesem Projekt stößt, ist dabei meist gleich: Die Jugendlichen verbringen sehr viel Zeit online und bewegen sich ganz selbstverständlich im Internet: sie kommunizieren via Messenger oder auf Social-Network-Sites, spielen Online-Games und vergnügen sich mit Video- und Musikportalen. Aber durchschauen und verstehen sie auch wirklich alles, was im Netz vor sich geht? Sind sie wirklich "Digital Natives" oder doch eher "Digital Naives", ohne ausgeprägtes Bewusstsein dafür, welche virtuellen Spuren sie hinterlassen, welche Folgen ihr Umgang mit urheberrechtlich geschützten Inhalten haben kann und welchen skrupellosen Geschäftemachern sie manchmal gegenüberstehen?
Sollten die Jugendlichen nicht besser mal im Detail "abchecken", welche potentiellen Risiken und Gefährdungen im Internet vorzufinden sind? Um dieses Ziel zu erreichen wurde das Projekt „check the web“ entwickelt, das in verschiedenen Projektdesigns durchgeführt wird.
Inhaltlich trifft man auf eine breit gefächerte Palette von Inhalten, die für dieses Projekt in vier Themengruppen unterteilt wurden:
- Unter Selbstdarstellung im Internet werden Fragen zur Veröffentlichung privater Daten und Fotos sowie zum Datenschutz im Internet behandelt.
- Der Themenblock Recht und Unrecht im digitalen Zeitalter widmet sich dem Cybermobbing, Urheberrechts-Modellen (Copyright und Creative Commons) sowie dem Filesharing und dem Recht auf Privatkopien.
- Bei Gefahren und Fallen im Netz werden extremistische Inhalte, jugendgefährdende Darstellungen (z.B. von Gewalt und Pornographie) sowie Kostenfallen im Internet beleuchtet.
- Der vierte Arbeitsbereich widmet sich Internetsucht und Online-Rollenspielen und hinterfragt, inwiefern Spiele wie „World of Warcraft“ süchtig machen können und wie Onlinesüchtigen geholfen werden kann.
Mit dem Projekt "check the web" haben wir von März 2009 bis Juli 2010 rund 1600 Schüler/innen aus 62 Klassen erreicht, zudem gab es 15 Schüler-Präsentationsabende für rund 450 Eltern. Weitere Projekttage sind bereits in Planung.
In der großen Nachfrage sehen wir einen Beweis für die Notwendigkeit der Thematisierung des Jugendmedienschutzes in der Schule. Zudem erfreut uns die positive Resonanz, die uns nicht nur von beteiligten Erwachsenen, sondern auch seitens der Jugendlichen erreicht - sie zeigt, dass die Thematik auch für junge User durchaus interessant und relevant ist.



