
check the web - Das Projekt:
Im Mittelpunkt unseres Projekts "check the web" steht die Förderung der Internetkompetenz und die Beschäftigung mit der facettenreiche Thematik "Jugendmedienschutz". Mit medienpädagogischen Projekttagen für Schüler/innen und begleitenden Veranstaltungen für Eltern und Lehrpersonal sollen neben den vielfältigen Chancen auch Risiken des Internet verdeutlicht werden. Die beteiligten Schüler/innen reflektieren ihr eigenes Mediennutzungsverhalten, werden für mögliche Gefährdungen sensibilisiert und über die oft unklare Rechtslage aufgeklärt. Dabei verfolgen wir den Ansatz, die Thematik nicht mit erhobenem pädagogischem Zeigefinger zu vermitteln, sondern mit den Jugendlichen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Die oft trockenen inhaltlichen Details werden hierzu in ansprechender Form aufgearbeitet.
Die Ausgangslage, auf die man bei diesem Projekt stößt, ist dabei meist gleich: Die Jugendlichen verbringen sehr viel Zeit online und bewegen sich ganz selbstverständlich im Internet: sie kommunizieren via Messenger oder auf Social-Network-Sites, spielen Online-Games und vergnügen sich mit Video- und Musikportalen. Aber durchschauen und verstehen sie auch wirklich alles, was im Netz vor sich geht? Sind sie wirklich "Digital Natives" oder doch eher "Digital Naives", ohne ausgeprägtes Bewusstsein dafür, welche virtuellen Spuren sie hinterlassen, welche Folgen ihr Umgang mit urheberrechtlich geschützten Inhalten haben kann und welchen skrupellosen Geschäftemachern sie manchmal gegenüberstehen?
Sollten die Jugendlichen nicht besser mal im Detail "abchecken", welche potentiellen Risiken und Gefährdungen im Internet vorzufinden sind? Um dieses Ziel zu erreichen wurde das Projekt „check the web“ entwickelt, das in verschiedenen Projektdesigns durchgeführt wird.
Inhaltlich trifft man auf eine breit gefächerte Palette von Inhalten, die für dieses Projekt in fünf Themengruppen unterteilt wurden:
- Das digitale Ich: Hier werden Fragen zur Veröffentlichung privater Daten und Fotos sowie zum Datenschutz im Internet behandelt.
- Download for free!? Dieser Themenblock widmet sich Urheberrechts-Modellen (Copyright und Creative Commons), dem Filesharing und dem Recht auf Privatkopien.
- Cybermobbing: Mit dem Thema Mobbing und der Belästigung über mediale Wege beschäftigt sich dieser Themenbereich.
- Angelockt und abgezockt: Unter diesem Titel werden Kostenfallen im Internet sowie jugendgefährdende Web-Inhalte (z.B. von Gewalt und Pornographie) beleuchtet.
- Gefangen im Netz: Der fünfte Arbeitsbereich widmet sich der exzessiven Nutzung von Internet-Rollenspielen oder Online-Communities und erläutert mögliche Auswegen für Betroffene.
Mit dem Projekt "check the web" haben wir von März 2009 bis Juli 2012 rund 4500 Schüler/innen aus 182 Klassen erreicht, zudem gab es 45 Informationsabende für 1300 Eltern. Weitere Projekttage sind bereits in Planung.
In der großen Nachfrage sehen wir einen Beweis für die Notwendigkeit der Thematisierung des Jugendmedienschutzes in der Schule. Zudem erfreut uns die positive Resonanz, die uns nicht nur von beteiligten Erwachsenen, sondern auch seitens der Jugendlichen erreicht - sie zeigt, dass die Thematik auch für junge User durchaus interessant und relevant ist.
Beim bundesweiten Wettbewerb "Wege ins Netz 2010" des Bundeswirtschaftsministeriums wurde "check the web" mit dem 3. Preis ausgezeichnet. Bei der IFA 2010 in Berlin nahm Projektinitiator Björn Friedrich die Auszeichnung aus der Hand von Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär im BMWi, entgegen.





