Projektbeschreibung: Die Module

Das Projekt check the web wurde mit dem Ziel initiiert, das Thema Jugendmedienschutz im Unterricht in innovativer Form zu behandeln. Nicht nur die Inhalte des Projekts sind neu, sondern auch in der Form und Ausgestaltung der Projektmodule versuchen wir, zeitgemäße und ansprechende Wege zu gehen, die sich deutlich vom schulischen Alltag abheben. Deshalb gliedert sich das Projekt in verschiedene Bausteine, aus denen sich jede Schule ein individuelles Konzept zusammenstellen kann:

Projekttage an Schulen
Im Zentrum von check the web stehen schulische Projekttage: Medienpädagogisches Fachpersonal von medien+bildung.com gestaltet zusammen mit einer Schulklasse einen kompletten Schultag (wahlweise vormittags oder für Ganztagsschulen auch ganztags), an dem sich die Schüler/innen intensiv mit der Thematik beschäftigen. Für diese Projekttage gibt es zwei Varianten:

a) Blended-Learning-Projekttag mit Moodle-Kurs
medien+bildung.com verfügt über eine eigene Blended-Learning-Plattform, basierend auf der Software Moodle, auf der ein Kurs „check the web“ eingerichtet wurde. Schulklassen, die diese Variante wählen, teilen sich in vier Kleingruppen ein, so dass sich jede Gruppe einem Themenschwerpunkt widmen kann. Die Schüler/innen finden im Moodle-Kurs verschiedene Fragestellungen sowie einige Links zu Quellentexten, die relevante Informationen beinhalten. Anhand dieser Links sowie weiterer Informationen, die im Internet recherchiert werden, erarbeiten die Schüler/innen die Projektinhalte. Wichtig ist in diesem Arbeitsschritt die eigenständige Vorgehensweise der Schülergruppen, da die anwesenden Lehrkräfte und Medienpädagogen lediglich als Unterstützer bei auftretenden Fragen fungieren.
Nachdem alle wichtigen Informationen zusammengetragen wurden erarbeiten die Gruppen eigene Ergebnispräsentationen. Im Zentrum dieser Präsentation steht eine mündliche Erläuterung der Thematik, die durch PowerPoint-Folien ergänzt werden kann. Die fertigen Ergebnisse werden dann den Mitschüler/innen vorgetragen oder den Eltern bei einem Informationsabend präsentiert (siehe Modul „Elternabend“).

b) Offline-Projekttag
Alternativ kann der Projekttag auch ohne bzw. unter geringem Medieneinsatz gestaltet werden. Hierfür bereiten die Medienpädagog/innen fachkundige Informationen vor, die den Schüler/innen mithilfe unterschiedlicher pädagogischer Methoden, Aktivitäten und Arbeitsaufträgen vermittelt werden. Im Zentrum steht hier die Reflektion des eigenen Mediennutzungsverhaltens, verbunden mit dem Erwerb detaillierter Kenntnisse zu Themen des Jugendmedienschutzes.

Elternabende
Eine sinnvolle Ergänzung zu den Projekttagen mit Schulklassen ist ein Elternabend, der gewährleistet, dass neben sich den Schüler/innen auch deren Eltern mit dem Thema beschäftigen. Schließlich ist die Vermittlung von Medienkompetenz dann am effektivsten, wenn beide Seiten gut informiert sind und sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Außerdem soll so ein interfamiliärer Dialog über die relevanten Inhalte angestoßen werden.
Wir bieten deshalb die Möglichkeit, flankierend zu den Projekttagen einen Informationsabend für die Eltern zu gestalten. Dieser kann wiederum in zwei verschiedenen Formen gestaltet werden:

a) Elternabend mit Schüler-Ergebnissen
Schüler/innen, die an dem Projekt teilgenommen haben, können zum Abschluss eine Ergebnispräsentation vor ihren Eltern gestalten: Hierbei können die Jugendlichen ihren Eltern die erarbeiteten Inhalte vorstellen und als „Web-Expert/innen“ auch für Nachfragen zur Verfügung stehen. Die klassische Rollenaufteilung zwischen Eltern und Kindern wird hier also umgedreht, indem die Sprösslinge als „Fachfrauen und -männer“ zur Thematik Jugendmedienschutz referieren – eine spannende Konstruktion, die die Eltern zuhause sicher zum Nachfragen anregt.

b) Elternabend von medien+bildung.com
Eine weitere Möglichkeit ist ein Elternabend mit einer medienpädagogische Fachkraft von medien+bildung.com. Unsere Mitarbeiter/innen sind erfahrene Elternabend-Referent/innen und gestalten ansprechende Informationsveranstaltungen an Schulen.

Regelmäßige Schul-AG
Im Anschluss an „check the web“-Projekttage kann eine Arbeitsgemeinschaft an der Schule installiert werden,  in der sich einige Schüler/innen zu Experten für das Thema Jugendmedienschutz qualifizieren, um anschließend ihren Mitschüler/innen als Ansprechpartner und Berater zur Verfügung zu stehen.
(Das Konzept der Experten-AG ist angelehnt an das Projekt „Medienscouts“ von jugendschutz.net und „Medienkompetenz macht Schule“, das seit 2008 erfolgreich in Rheinland-Pfalz durchgeführt wird.)
An Ganztagsschulen kann diese AG von Medienpädagog/innen von medien+bildung.com geleitet und
über das GTS-Programm organisiert und finanziert werden. Alternativ ist es auch möglich, dass ein/e engagierte Lehrer/in der Schule die AG leitet.

Fortbildung für Lehrer/innen
Wir bieten in Zusammenarbeit mit dem IFB und dem Medienzentrum Ludwigshafen ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal an. In diesem Rahmen finden auch zwei „check the web“-Fortbildungen statt, bei denen die Teilnehmer/innen Tipps und Handlungsanleitungen zur Umsetzung im eigenen Unterricht oder in Projekten erhalten.
Detaillierte Informationen und ein Anmeldeformular finden Sie unter http://tis.bildung-rp.de/tis-online/